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71.384 besuchten 2017 das Freilichtmuseum Beuren

Landrat Heinz Eininger lobt den Einsatz der Ehrenamtlichen
Auch am letzten offenen Tag kamen viele Besucher ins Museum                                                                                               (Foto: kry)


BEUREN. (kry) - Seit dem 5. November hat das Freilichtmuseum die Pforten für die Öffentlichkeit geschlossen. Jetzt finden über die Wintermonate diverse Reparaturen und Instandhaltungen an den Museumshäusern statt. Die Museumsmitarbeiter machen in der Zeit bis zur Wiedereröffnung am 25. März nicht etwa verlängerten Urlaub, sondern gehen in die kreative Phase der Ideenfindung. Mit einer Dankesveranstaltung in der Beurener Kelter wurde nun die Leistung in der vergangenen Saison anerkannt.

Landrat Heinz Eininger lobte die Attraktivität des Museumsdorfes in Beuren. Immer wieder habe es besondere Momente auf dem Gelände am Albtrauf gegeben. „Das Museum trotzte in diesem Jahr oft dem Wetter.“ Eininger sprach damit die Wetterkapriolen an. Denn: Im Frühjahr vernichtete der späte Frost fast die gesamte Apfelernte in der Region und auch der Sommer war sehr durchwachsen. Der Landrat freute sich aber über die Förderung und Unterstützung, nicht zuletzt über das langjährige Sponsoring durch die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Deren Vorstandsvorsitzender, Burkhard Wittmacher, war Ehrengast der Veranstaltung. Jedoch sei nicht nur die materielle Förderung ausschlaggebend für die vielen ermöglichten Veranstaltungen, sondern auch die emsigen Mitglieder des Fördervereins. Sie sorgten unter der Leitung von Hans Weil dafür, dass neben den Führungen über 100 Veranstaltungen im Freilichtmuseum durchgeführt werden konnten.

Das Gedächtnis des Landkreises

Der Landrat sieht das Museum als bewahrenden Ort und Erinnerungskultur für den Landkreis. „Es ist das Gedächtnis des Landkreises.“ Eininger findet es wichtig, dass die Geschichte des früheren Lebens für die Nachwelt erhalten bleibt. „Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, die Gegenwart gestalten und in die Zukunft investieren.“ Er sprach auch den Spaßfaktor an. „Das Freilichtmuseum macht Spaß. Es ermöglicht das spielerische Kennenlernen der Vergangenheit.“ Er zeigte sich stolz, dass der Förderverein regelmäßig an Zuspruch gewinnt. „Mittlerweile hat der Verein über 870 Mitglieder, vor allem junge Familien verhindern die Überalterung.“ Heinz Eininger sprach auch die ehrenamtliche Tätigkeit an. „Ehrenamt ist kein Allgemeingut. Es ist niemals als selbstverständlich zu betrachten.“ Ein Großprojekt stehe an, verkündete der Landrat: „Das jüngste Projekt ist der Gartensaal aus Geislingen an der Steige.“ Auch hier schließe sich gemäß Eininger der Kreis von Erlebnis und Bildung.

Große Bedeutung

Heinz Eininger spricht von einer demokratischen Institution, wenn er das Freilichtmuseum betrachtet. Das zeige auch das große Interesse der Bevölkerung. Längst ist das Museumsdorf über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Es gab während der diesjährigen Saison 810 Buchungen und knapp 20 000 Besucher waren bei Führungen im Museum dabei. „Die Region am Albtrauf gewinnt immer mehr an Bedeutung für das Land. Im Anschluss ließ Hans Weil, Vorsitzender des Fördervereins des Museums, die vergangene Museumsaison in Versform Revue Passieren und sorgte mit humoristischen Anspielungen für viele Lacher im Publikum. Bei seiner Laudatio für die Museumschefin, Steffi Cornelius, stellte er ihr Engagement in den Vordergrund. Musikalisch umrahmt wurde der Dankeschön-Abend vom volkstümlichen Trio DanzMäG. 

 

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26.09.2017

Zwei der drei geflohenen aus Zwiefalten wurden in Esslingen gefasst

Esslingen-Zell. (lp) - Esslingen (pol) – Zwei der drei am Samstagabend aus der Klinik für forensische Psychiatrie in Zwiefalten ausgebrochenene Häftlinge sind am Dienstagnachmittag in Esslingen festgenommen worden. Einer Streife der Verkehrspolizei fiel gegen 15 Uhr in der Alleenstraße ein Opel Astra auf, der mit zwei Personen besetzt war. Beim Erkennen des Streifenwagens beschleunigte das Auto sofort und flüchtete unter Missachtung jeglicher Verkehrsregeln und roter Ampeln die Alleenstraße entlang. Kurz darauf stoppte der Wagen und zwei Männer flüchteten zu Fuß weiter. Im Verlauf einer sofort eingeleiteten Großfahndung, in die neben zahlreichen Streifenbesatzungen auch Zivilbeamte, Polizeihundeführer und ein Polizeihubschrauber eingesetzt waren, konnten die beiden Männer, nach einem Hinweis einer Kundin, in einem nahegelegenen Einkaufsmarkt angetroffen und festgenommen werden. Wie sich herausstellte handelte es sich bei den beiden, die sich in einer Kundentoilette versteckt hatten, um den 30-jährigen Griechen und den 38-jährigen Italiener, denen am Samstag die spektakuläre Flucht aus der Klinik gelungen war. Beide werden nach der Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wieder in Justizvollzugsanstalten zurückgeführt. Die Fahndung nach dem noch flüchtigen 32-jährigen türkischen Staatsangehörigen wird weiter intensiv fortgeführt. Dieser könnte mit einer dunkelblauen Mercedes A-Klasse mit dem Kennzeichen RT-AR 163 unterwegs sein, das am Sonntagabend in Ödenwaldstetten gestohlen worden ist. Hinweise zu diesem Fahrzeug und der gesuchten Person nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. Zeugen, die während der Verfolgung des Opels, insbesondere beim Überfahren der roten Ampel gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei Esslingen unter der Telefonnummer 0711/3990-0 zu melden.



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