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ZOO - NEWS

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ES-Regio-News!

Aktuelle Infos aus der Region - Hintergründe & Fakten

Hier gibt es aktuelle Meldungen und Bilder aus den Zoos

Gruuuuselig! Der Leipziger Zoo feiert Halloween!

(Foto: Zoo Leipzig)

Folgende Veranstaltungen gibt die Pressestelle des Leipziger Zoos bekannt:

31.10. 10 Uhr Halloween im Zoo Leipzig Herbstlich-gruseliges Spektakel mit Bühnenprogramm und Feuershow. Kinder bis 16 Jahre im Halloween-Kostüm erhalten kostenfreien Zooeintritt.

04.11. 11 Uhr Entdeckertour Regenwaldpass – die Tropen in Gondwanaland entdecken; 120-minütige Abenteuertour für Kinder ab 8 Jahren (nur mit Voranmeldung), Preis: 5 € pro Person (zzgl. Zooeintritt), Reservierungen unter 0341-59 33 385 oder safaribuero@zoo-leipzig.de sowie Restplätze am jeweiligen Tag im Safaribüro.

10.11. 19.30 Uhr Abendtour durch den nächtlichen Zoo Tickets 14 €, VVK unter 0341-59 33 385 oder safaribuero@zoo-leipzig.de.

27./28./29.11. 18 Uhr Auf der Spur des Löwen – Dinnershow im Zoo Unterhaltsame Dinnershow im Restaurant Palmensaal über eine abenteuerliche Suche nach dem goldenen Löwen im Jahre 1913. Preis: 89 € pro Person, inkl. alkoholfreier Getränke, Heißgetränke, Bier und Wein (Spirituosen, Sekt und Cocktails sind nicht enthalten) Buchung unter 0341- 59 33 377 oder veranstaltung@zoo-leipzig.de.

30.11. 18:00 Uhr Festa do Brasil – ein Abend voller Temperament Brasilianischer Abend mit Zootour und Sambashow in der Hacienda Las Casas. Preis: 79,00 € pro Person, zzgl. Getränke Buchung unter 0341- 59 33 377 oder veranstaltung@zoo-leipzig.de.

02.12. 11 Uhr Entdeckertour Regenwaldpass – die Tropen in Gondwanaland entdecken; 120-minütige Abenteuertour für Kinder ab 8 Jahre (nur mit Voranmeldung), Preis: 5 € pro Person (zzgl. Zooeintritt), Reservierungen unter Tel. 0341-5933385, Mail safaribuero@zoo-leipzig.de sowie Restplätze am jeweiligen Tag im Safaribüro.

06.12. Nikolaustag im Zoo Kostenloser Eintritt für Kinder bis 16 Jahre.

18./19.12. Sanuk – Tropenzauber mit den Lipsi Lillies Burlesqueshow mit Rundgang durch die Tropenerlebniswelt Gondwanaland Preis: 89 € pro Person, zzgl. Getränke Buchung unter 0341- 59 33 377 oder veranstaltung@zoo-leipzig.de

 

(Foto: Wilhelma Stuttgart)

NEU! Wilhelma zeigt jetzt beide Krokodilarten Australiens

 

Stuttgart/Wilhelma. (pm) - Die Wilhelma ist um eine Besonderheit reicher. Nach dem Eintreffen eines Australien-Krokodils ist sie jetzt einer der ganz wenigen Zoos, die beide Krokodilarten des fünften Kontinents halten. Über Leistenkrokodile verfügt der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart schon lange. „Mit den beiden sehr unterschiedlichen Arten runden wir unser ganzheitliches Konzept für die Krokodilhalle ab“, sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin. „So zeigen wir passend zum 50-jährigen Bestehen unseres Aquariums und Terrariums zudem gleichzeitig die größte und eine der kleinsten Krokodilarten der Welt. Unser Plan ist, den beiden Weibchen jeweils ein Männchen beiseite zu stellen und speziell mit den Australienkrokodilen auch zu züchten.“

Nach einer Runderneuerung war die Halle 2006 nachgebildet und mit Leistenkrokodilen besetzt worden. Seit 2011 gestalten die Botaniker der Wilhelma den Lebensraum der Reptilien in der Krokodilhalle mit typischen Gewächsen aus dem Daintree National Park. Dieser liegt im tropischen Norden des australischen Bundesstaats Queensland, also in einer der wenigen Regionen, in denen die großen Salzwasser- und die kleineren Süßwasser-Krokodile in der Natur aufeinandertreffen.

Leistenkrokodile leben ebenfalls in Flüssen, trauen sich aber auch ins Meer hinaus. Mit einer Länge von meist drei bis fünf Metern erreichen sie ein Gewicht von einer viertel bis einer halbe Tonne. Demgegenüber nehmen sich Australien-Krokodile, die außerhalb der Gezeitengebiete der Flüsse bleiben, fast zierlich aus. Ausgewachsen können sie es jedoch auf zwei Meter und an die 50 Kilo bringen. Das Weibchen, das jetzt aus dem Frankfurter Zoo nach Stuttgart gekommen ist, misst mit seinen 29 Jahren etwa 1,55 Meter.

Während Leistenkrokodile größere Vögel und Säugetiere reißen, fressen Australien-Krokodile vor allem Fische, Krebstieren und Amphibien. Dazu ist das lange, auffällig schmale Maul hervorragend geeignet. Mit den langen Reihen sehr spitzer Zähne zeigt das Reptil durchaus Biss. Das eigentlich scheue Tier kann Menschen gefährliche Verletzungen zufügen, wenn es sich bedrängt fühlt. Tödliche Angriffe wie von Leistenkrokodilen sind nicht bekannt. Australien-Krokodile sind deutlich seltener als ihre großen Verwandten. Eine unerwartete Gefahr stellen für sie Aga-Kröten dar. Farmer hatten sie einst zur Schädlingsbekämpfung in Zuckerrohrplantagen aus Südamerika nach Australien gebracht, wo sie sich ohne natürliche Feinde massenhaft vermehrt haben. Gegen das Gift der Riesenkröte sind die Australien-Krokodile – anders als südamerikanische Krokodile – nicht immun. Im Amazonienhaus hält die Wilhelma übrigens auch Breitschnauzenkaimane.


KALA TRÄGT DIE SONNE IM HERZEN

Foto: Zoo Leipzig

LEIPZIG/ZOO. (pm) - Das am 30. Juli 2017 geborene Okapi-Jungtier ist ein Weibchen und wurde von den Pflegern auf den Namen Kala getauft. Der Name bedeutet im Afrikanischen „Sonne“ und passt nach Einschätzung der Pfleger ideal zur Natur von Zawadis (geb. am 25. März 2009 in Stuttgart, seit 2011 in Leipzig) Kalb. „Kala entwickelt sich von Anfang an sehr gut, ist wachsam, sehr neugierig und scheint ein sonniges Gemüt zu haben“, erklärt Tierpflegerin Anita Färber die Namenswahl.

Die positive Entwicklung lässt sich auch anhand des aktuellen Gewichts von circa 35 Kilogramm ablesen. Zawadi umsorgt ihren Nachwuchs als erfahrene Mutter vorbildlich, die Mutter-Kind Beziehung ist lehrbuchhaft ausgeprägt. Bereits im Jahr 2014 brachte sie mit Abeni ihr erstes Jungtier zur Welt und sorgte für den ersten Zuchterfolg in der Geschichte des Zoos. Abeni hat den Zoo Leipzig im letzten Jahr auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungsprogramms in Richtung der Niederlande verlassen. Vater des jüngsten Okapis ist der 12-jährige Kimdu, der vor 10 Jahren nach Leipzig kam. Bis sich Zawadi mit Kala im Okapi-Wald den Besuchern zeigt, wird noch einige Zeit vergehen.

Okapis sind Ablieger und halten sich in den ersten Wochen hauptsächlich im geschützten Nest auf. Den Zeitpunkt, wann sie der Mutter folgen und das Nest verlassen, bestimmen die jungen Okapis selbst. Seit mehreren Jahren engagiert sich der Zoo Leipzig im Rahmen seiner Artenschutzarbeit für eine Okapi-Schutzstation in der Demokratischen Republik Kongo. Die Station rekrutiert Ranger und bildet sie für die Überwachung des Schutzgebietes aus. Die Schutzmaßnahmen für die potentiell gefährdete Art werden seit Jahren durch die politisch und ökonomisch schwierige Lage im Kongo behindert. Insgesamt unterstützen 39 Okapi-Halter das Projekt. Schätzungen gehen von 10.000 bis 35.000 freilebenden Tieren aus. 


Neues Programm im Leipziger Zoo

Zooprogramm Sep - Okt
Das ist im September und Oktober im Zoo Leipzig los!
48_Veranstaltungsübersicht Zoo Leipzig.pdf (308.11KB)
Zooprogramm Sep - Okt
Das ist im September und Oktober im Zoo Leipzig los!
48_Veranstaltungsübersicht Zoo Leipzig.pdf (308.11KB)



Entdeckertage im Zoo Leipzig

Fotos: Zoo Leipzig

Leipzig/Zoo. (pm) - Die Entdeckertage gehen in die nächste Runde und widmen sich am 12. und 13. August den bedrohten Tierarten der Welt. Sondertouren mit Kulissenblicken, Tierpflegergespräche, Informationsstände, unter anderem des Orang-Utans in Not e.V. und des Freundes- und Förderkreises e.V., und zahlreiche Mitmachaktionen beschäftigen sich mit der Relevanz des Artenschutzes und zeigen auf, welche Tierarten unmittelbar vom Aussterben bedroht und welche Faktoren für den Verlust der biologischen Vielfalt verantwortlich sind. Aktuell werden rund 85.000 Tier- und Pflanzenarten auf der Internationalen Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN geführt. Prominente Beispielarten wie die Schuppentiere, die Schneeleoparden oder Nashörner sind innerhalb kürzester Zeit durch Bejagung und Lebensraumzerstörung auf die höchste Bedrohungsstufe „vom Aussterben bedroht“ gesetzt worden.

In den nächsten Jahren werden weitere folgen. Und hier setzen die Entdeckertage Artenschutz an: „Wir möchten unsere Zoobesucher für den Erhalt der Natur und Umwelt sensibilisieren, ihnen symbolisch mit unseren 850 Tierarten die Faszination des Artenreichtums auf unserem Planeten näherbringen und unser Engagement in den zahlreichen Schutz- und Wiederansiedlungsprojekten vorstellen“, fasst Zoodirektor Prof. Jörg Junhold das Anliegen der bevorstehenden Entdeckertage im Abenteuer-Sommer des Zoo Leipzig zusammen. Als gutes Beispiel, wie Artenschutz funktionieren kann, sei die geglückte Wiederansiedlung des Przewalskipferdes in der Mongolei erwähnt. Ab Ende der 60iger Jahre galt diese Pferdeart in der freien Wildnis als ausgestorben, heute lebt in der Mongolei dank Zoos und wissenschaftlichen Einrichtungen eine stabile Population.

Der Zoo Leipzig hat eben da seit dem Jahr 2014 drei Stuten zusammen mit anderen Projektpartnern ausgewildert. Die Stute Rabea hat bereits ein Fohlen zur Welt gebracht. „Das sind sie die guten Nachrichten, die unsere Absicht bestärken, die Bewahrung von Tierarten in ihrem eigentlichen Habitat weiter energisch zu unterstützen und erfolgreich zu gestalten“, so Junhold weiter. Im Rahmen der Kulissenblicke bei den Przewalskipferden an diesem Wochenende werden die Pfleger intensiv über die neuesten Geschehnisse im Rahmen der Auswilderungen berichten. Die Vielfalt des Regenwaldes aus dem Boot heraus entdecken oder bei zusätzlichen Kommentierungen mehr über die Riesenotter und Schabrackentapire erfahren – das alles und noch viel mehr wird in der Tropenerlebniswelt Gondwanaland geboten.

Die Pfleger der  Nashörner, der Okapis, der Menschenaffen, von Koala Oobi Ooobi, der Anoas, der Mähnenwölfe und der Flamingolagune laden interessierte Zoobesucher zu einem Austausch über ihre Tiere ein. Die hochbedrohten Schneeleoparden und Roten Pandas, die in der Hochgebirgslandschaft Himalaya ein neues Zuhause gefunden haben, stehen ebenfalls im Fokus der Entdeckertage Artenschutz und werden durch die Pfleger hinsichtlich der Bedrohungsfaktoren im natürlichen Lebensraum vorgestellt. In Pongoland wird zudem der Verein Orang-Utan in Not e.V. zur Gast sein und über die bedrohliche Lage der Menschenaffen und über die Vielschichtigkeit des Palmölanbaus in Indonesien berichten. Die Entdeckertage Artenschutz bieten somit ein abwechslungsreiches Programm für die gesamte Familie.


Prächtige Seerosen in der Wilhelma

(Fotos: Wilhelma Stuttgart)

Prächtige Seerosen von heißem und kühlem Gepräge

Manchem Menschen setzt das heiß-feuchte Wetter in diesem Sommer zu. Doch in der Wilhelma gibt es viele Geschöpfe, die es zum Strahlen bringt: Die tropischen Seerosen im Maurischen Garten lieben das Klima nämlich. In diesen Wochen zeigen sie sich von ihrer schönsten Seite. Fast 40 Arten und Sorten der in der Pflege oft heiklen Prachtstücke gedeihen in dem 650 Quadratmeter großen Kreisbecken. Sein Wasser wird stets auf 28 bis 30 Grad Celsius gehalten, damit sich die Wärme liebenden Diven nicht unterkühlen, wenn es einmal weniger heiß ist. Teichhühner stapfen trockenen Fußes über die ausladenden Schwimmblätter auf der Wasseroberfläche. Große Königslibellen zeigen akrobatische Manöver im Tiefflug. Aufragende Lotosblumen umranden das idyllische Rund.

Das historische Ensemble zwischen Festsaalgebäude und Landhaus bildet eine Oase der Ruhe im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart – eine willkommene Abwechslung neben dem quirligen Treiben der Tiere. Allenfalls ein Pfau stolziert hier einmal gemächlich vorüber oder man hört die Gibbons singen, die in der Nachbarschaft des Maurischen Gartens leben. Für Freunde der Seerosen lohnt auch ein Gang hinter das Landhaus. Dort gibt es seit drei Jahren zwei Kaltwasser-Becken, in denen knapp 30 Arten und Sorten zu sehen sind, die kühlere Gewässer bevorzugen. Hier sind auch heimische Varianten anzutreffen, zum Beispiel die „Weiße Seerose“ (Nymphaea alba), die zur „Wasserpflanze des Jahres 2017“ ausgerufen wurde. Sie kommt eher in flacheren Gewässern vor, ihre Blattstiele können aber bis zu drei Meter lang werden: eine in Europa rekordverdächtige Länge. Ebenfalls vertreten ist eine echte Seltenheit: Die so genannte Glänzende Seerose ist in Baden-Württemberg nur noch an sehr wenigen Standorten erhalten.

Sie ist akut vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen Baden-Württembergs weit oben. Die Wilhelma trägt im Artenschutzprogramm des Landes (ASP) zu dem Fortbestand dieser Besonderheit unter den heimischen Pflanzen bei. Während die Gärtner in diesen Becken – ob warm oder kalt – die jeweils optimalen Bedingungen für eindrucksvolle Seerosen schaffen, gibt es Nymphaea auch an unerwarteter Stelle der Wilhelma zu entdecken: im Amazonienhaus. Im Regenwalddschungel Südamerikas hat es eine Seerose als Sonnenanbeterin aber schwer, sich zu behaupten. An dieser Stelle geht es nicht um Blütenpracht, sondern darum, das Gefüge eines natürlichen Biotops zu zeigen.


Wilhelma bietet tolles Sommerprogramm

Foto: Wilhelma Stuttgart

Zoo-Abenteuer für Kinder, die mit anpacken

Stuttgart/Wilhelma. (pm) - Die Sommerferien haben begonnen und die Kinder suchen ständig neue Herausforderungen? Das Ferienangebot der Wilhelma in Stuttgart bietet viele Entdeckungstouren. Noch gibt es einige Restplätze für aktive Mädchen und Jungen. Anpacken ist gefragt. Die lehrreichen Aktionen vertreiben nicht nur den Teilnehmern die Langeweile, auch die Tiere haben ihren Spaß dadurch. Mit Pflegern basteln die Kinder zum Beispiel Spielzeug für Affen und Co. und testen dann, was die neugierigen Tiere damit so alles anstellen. Und was das Fressen angeht, haben die 1200 Tierarten des Zoologisch-Botanischen Gartens höchst verschiedene Bedürfnisse und Vorlieben. Da muss der Küchenchef auch mal erfinderisch sein. Die Kinder können die „Tischsitten und Esswerkzeuge“ der Tiere erforschen und dürfen dem Futtermeister zur Hand gehen.

Wer mit offenen Augen durch die Wilhelma geht, kann viel lernen. Bei einem Rundgang suchen die jungen Teilnehmer Federn, Schuppen und Haare von den Tieren im Zoo. Aus den Fundstücken gestalten sie sich ein Sammelalbum über die Lebewesen und ihre Besonderheiten. Produktiv auf ganz andere Weise ist der Elefanten-Workshop: Nach einem Besuch bei den Dickhäutern, die sehr viel fressen und entsprechend auch sehr viel wieder ausscheiden, stellen die Kinder aus abgekochtem Elefanten-Dung selbst echtes Elefantenpapier her.

Äußerst vielseitig ist das Programm „Down under“. Die aktuelle Australienschau im Gewächshaus bietet den Hintergrund für Kurioses und Skurriles vom fünften Kontinent: Von dort stammen nicht nur Wellensittiche und Eukalyptusbonbons, sondern auch die härtesten Nüsse und größten Krokodile der Welt. Die Kinder schauen bei den Kängurus der Wilhelma vorbei, staunen über bunte Riff-Fische und gestalten ein Bild im Stile der Ureinwohner Australiens. Bei Fledermaus-Rundgängen kann man mit einem Bat-Detector den fliegenden „Schatten der Nacht“ nachspüren. Und der „Tag am Meer“ führt mitten in Stuttgart in die Unterwasserwelt von tropischen Fischen, Quallen und Korallen. Ein Blick in die Katakomben enthüllt, wie das Aquarienhaus funktioniert.

Je nach Programm gelten verschiedene Altersbegrenzungen von sechs bis 14 Jahren und Kosten von fünf bis 40 Euro. Darin ist der Wilhelma-Eintritt enthalten. Alle Angebote werden pädagogisch betreut. Nähere Infos stehen auf der Internetseite www.wilhelma.de in der Rubrik „Wilhelmaschule“ unter „Sommerferienprogramm“. Die Anmeldung ist möglich unter Tel. 0711 / 5402-136.

Leipziger Okapis haben Nachwuchs

Foto: Zoo Leipzig

Leipzig/Zoo. (pm) - Genau zum errechneten Termin: Okapiweibchen Zawadi hat nach 430 Tagen Tragzeit ein Jungtier im Zoo Leipzig zur Welt gebracht. In der Nacht zum Sonntag hat die Achtjährige zum zweiten Mal nach 2014 mit Vater Kimdu Nachwuchs bekommen. Schon kurz nach der Geburt ist das Jungtier aufgestanden und wurde bereits mehrfach beim Trinken beobachtet. „Zawadi hatte am Vorabend bereits Vorzeichen für die Geburt gezeigt und uns am Morgen mit dieser schönen Überraschung empfangen. Mutter und Jungtier sind wohlauf. Das Kleine wird sehr gut versorgt“, sagt Jens Hirmer, Bereichsleiter in der Themenwelt Afrika. Zawadi und der Nachwuchs werden noch einige Zeit im rückwärtigen Bereich bleiben, um die Mutter-Kind-Bindung zu festigen, bevor sie sich im Okapi-Wald den Zoobesuchern zeigen. Der Zoo Leipzig ist einerseits mit seinen Okapis Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms, in dem die europäischen Zoos gemeinsam für den Erhalt der vom Aussterben bedrohten Art zusammenarbeiten. Andererseits engagiert sich der Zoo gemeinsam mit den anderen Okapihaltern im natürlichen Lebensraum der Okapis. Die seltenen Waldgiraffen leben nur in den Regenwäldern des Kongo. Die Station rekrutiert Ranger und bildet sie aus, um das Ituri-Schutzgebiet zu überwachen. Auch werden durch weitere Maßnahmen Arbeitsplätze für die Bevölkerung geschaffen, um den Nutzungsdruck auf den Wald zu verringern. Der Schutz leidet seit Jahren unter der politisch und ökonomisch sehr schwierigen Lage im Kongo. Vor fünf Jahren wurde die Station komplett zerstört und Menschen sowie Tiere getötet. Mit Hilfe internationaler Unterstützung wurde seither wieder intensive Aufbauarbeit geleistet. 

Am 1. August wird die Himalaya-Landschaft eröffnet

Foto: Zoo Leipzig

Leipzig/Zoo. (pm) - Die kommende Woche im Abenteuer-Sommer des Zoo Leipzig hat es in sich: Am Dienstag, 1. August 2017, steht um 11 Uhr die große Eröffnung der Hochgebirgslandschaft Himalaya bevor. Die vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden und Roten Pandas haben in den vergangenen Wochen die neuen Gehege bezogen und sich schrittweise in ihre neue Heimat eingewöhnt. Neben Leipzigs Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke und WWF Deutschland-Chef Eberhard Brandes wird auch der Architekt Peter Rasbach im Rahmen der offiziellen Zeremonie sprechen, bevor die neue Anlage geöffnet und der asiatische Lebensraum mitten in Leipzig erlebbar wird. Von 13 bis 18 Uhr beantworten die Tierpfleger stündlich Fragen rund um den neuen Gehegekomplex.

Lange Zooabende mit tierischem Filmvergnügen

Sommerabende mit Zoo-Öffnungszeiten bis 21 Uhr, tierisch spannende Abenteuer, kulinarische Genüsse auf der Palmensaal-Terrasse – und den Zootag vor einer großen Leinwand ausklingen lassen: Das sind die langen Zooabende am 3. und 4. sowie am 24. und 25. August im Zoo Leipzig. Neben zahlreichen Kommentierungen, Fütterungen, badenden Elefanten und spielenden Raubkatzen-Jungtieren bei den Amurtigern und Amurleoparden wird das tierische Filmvergnügen im Zoo Leipzig, das im Zooticket enthalten ist, ein weiteres Highlight im bunt gefüllten Veranstaltungsplan des Zoos. Unter freiem Himmel können die Zoobesucher um 21.30 Uhr folgende Filme sehen: am 03.08. läuft „Die lustige Welt der Tiere“, am 04.08. folgt „The Wild – Der große Trip“, am 24.08. „Nomaden der Lüfte“ sowie am 25.08. „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“.

Himalaya-Tag zum Schulanfang

Den Schlusspunkt der Eröffnungswoche des Himalaya-Gebirges setzt der Schulanfängertag am 5. August: Alle ABC-Schützen erhalten kostenfreien Eintritt zum Schulanfang. Drei Konzerte des sächsischen Jugend-Jazzorchesters (14/15 und 17.30 Uhr), Puppentheater mit Hase und Igel (16 Uhr), Tierpflegersprechstunden, Kommentierungen, Tiergesichterschminken und Zuckerfiguren gießen flankieren den Tag, bevor um 20.30 Uhr der Film „Der vergessene Panda“ von Dr. Axel Gebauer läuft und Bergsteiger Dr. Olaf Rieck um 20.45 Uhr mit seinem Vortrag zum Thema „Nepal – Königreich der Götter“ in die Welten des Himalayas entführt.

 

Der Sommer im Leipziger Zoo verspricht spannende Zeiten

Am 1. August wird das Himalaya-Gelände offiziell eröffnet.                                                                                        (Fotos: Zoo Leipzig)

Leipzig/Zoo. (pm) - Der Abenteuer-Sommer im Zoo Leipzig macht seinem Namen am bevorstehenden Wochenende alle Ehre: Entdeckertage Bienen, Sommertheater mit Erich Kästners Konferenz der Tiere, ein gerade erst geborenes Ozelotjungtier in Gondwanaland, heranwachsende Raubkatzen im Leoparden-Tal und in der Tiger-Taiga und der erste Geburtstag von Bonobojungtier Tayo. Am bevorstehenden Wochenende steht bei den Entdeckertagen Bienen ein kleines Insekt mit großen Fähigkeiten im Zentrum der Aufmerksamkeit. Um die Honigbiene, Mauerbiene oder Kuckuckshummel ins rechte Licht zu rücken, wartet der Zoo am Samstag und am Sonntag von 9 bis 18 Uhr mit einem besonderen Programm auf – Honigschleudern und Bienenhotels bauen inklusive! Beim Sommertheater an der Kiwara-Kopje führt das Schauspiel Leipzig täglich um 16 Uhr (außer Do./Fr.) die Konferenz der Tiere auf. Das farbenfrohe Theaterstück mit Löwe Alois, Elefant Oskar und Giraffe Leopold in den Hauptrollen wird bis zum 31. Juli im Zoo Leipzig gezeigt. Ticketreservierungen sind unter 0341-59 33 377 möglich.

Jungtiere wachsen heran

Nach den Amurtigern und den Amurleoparden hat mit den Ozelots nun die dritte Raubkatzenart im Zoo Leipzig in diesem Jahr Nachwuchs bekommen. Das am Mittwoch geborene Jungtier wird von der Mutter direkt im Gehege gut versorgt. Auch Bonoboweibchen Lexi umsorgt ihren Nachwuchs in Pongoland gut. Neben ihren beiden eigenen Jungtieren Yaro und Tayo kümmert sie sich auch um Amira, die nicht von Mutter Yasa angenommen wurde. Lexi meistert die Aufzucht der drei Bonobos augenscheinlich sehr gut. Am kommenden Samstag wird ihr Sohn Tayo ein Jahr alt.

Countdown für Himalaya läuft

An der Hochgebirgslandschaft Himalaya laufen die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung am 1. August 2017. Schneeleoparden und Rote Pandas haben die Anlage bezogen und werden behutsam eingewöhnt. Ab der Eröffnung erleben Zoobesucher das Himalaya-Gebirge mitten in Leipzig – und die seltenen Raubkatzen in einer übernetzen, naturnah gestalteten Anlage. 

Orang-Utan Moritz ist mit 24 Jahren gestorben

(Foto: Hermann Vollmer)

 

Wilhelma/Stuttgart. (pm) - Er gehörte zu den Charakterköpfen der Wilhelma in Stuttgart. Orang-Utan Moritz mit seinem durch die kräftigen Backenwülste kreisrunden Gesicht ist am Montag, 17. Juli 2017, gestorben. Zuletzt hatte er innerhalb kurzer Zeit sichtbar abgebaut. Er wirkte apathisch, zeigte am Sonntagabend Atembeschwerden und begann zu husten. „Die Untersuchung mit einem Computer-Tomographen in einer Tierklinik hat eine schwere Lungenerkrankung ergeben, die nicht zu behandeln war“, erklärte Zootierärztin Dr. Annika Weigold. Um ein längeres Leiden zu vermeiden, ließen die Veterinäre den Affen schweren Herzens nicht mehr aus der Narkose aufwachen. Die Obduktion am Dienstag bestätigte eine massive Lungenfellentzündung und ergab Hinweise auf eine Herzschwäche. Labortests sollen den genauen Ursachen auf den Grund gehen und abklären, ob weitere Organe betroffen waren. Moritz wurde 24 Jahre und fast sieben Monate alt.

Geboren wurde er am 20. Dezember 1992 im Münchener Tierpark Hellabrunn. Seine Mutter starb bei seiner Geburt. Ein Jahr später kam Moritz in den Zoologisch-Botanischen Garten nach Stuttgart, zunächst zu anderen Orangkindern ins Jungtieraufzuchthaus. 1995 zog er ins Menschenaffenhaus nebenan um. Nach dem Tod des dominanten Orang-Utan-Mannes Buschi 2011 durchlief Moritz einen Entwicklungsschub, blieb jedoch ein ruhiger Typ, der den Weibchen viel Freiraum ließ.

Obwohl er mit mehreren Weibchen zusammenlebte, hat er nie Nachwuchs gezeugt. „Das ist sehr bedauerlich, weil die Orang-Utans stark vom Aussterben bedroht sind“, sagte Dr. Marianne Holtkötter, die in der Wilhelma als zoologische Kuratorin für die Menschenaffen zuständig ist. „Das hat uns im vergangenen Jahr bewogen, unsere beiden jüngeren Weibchen Sinta und Conny mithilfe des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms an Zoos mit anderen Männchen zu vermitteln – in der Hoffnung, dass sie mit ihnen harmonieren und vielleicht doch zur Erhaltung der Art beitragen können.“ Sinta ist 23, Conny 28 Jahre alt.

In der Wilhelma leben jetzt noch die beiden älteren Orang-Utans Moni (39) und Carolin (43). Sie sind Töchter vom legendären Buschi, der mit 51 Jahren zu einem der ältesten Sumatra-Orang-Utans in Europa wurde. Die beiden verbliebenen Orang-Damen, die über das zuchtfähige Alter hinaus sind, sollen ihren Lebensabend in der Wilhelma verbringen dürfen. Dafür ziehen sie noch in diesem Jahr in das neue Menschenaffenhaus um, damit ihr bisheriges Domizil, das in die Jahre gekommene alte Menschenaffenhaus, grundlegend saniert werden kann.

Bienentage im Zoo Leipzig - Es summt!

(Foto: Zoo Leipzig)

Leipzig/Zoo. (pm) - Ein kleines Insekt mit großen Fähigkeiten – zu den Entdeckertagen am 22. und 23. Juli 2017 stehen die Bienen im Fokus. Kaum ein anderes wirbelloses Insekt sorgt in diesem Ausmaß für den Erhalt der biologischen Vielfalt auf der Erde und das tägliche Obst und Gemüse auf unseren Tellern. Grund genug, die Besonderheiten der summenden Bewohner unter die Lupe zu nehmen, zu erforschen und für ihren Schutz Vorkehrungen zu treffen. Gesagt, getan – im Zoo Leipzig. Um die Honigbiene, Mauerbiene oder Kuckuckshummel ins rechte Licht zu rücken, wartet der Zoo an diesen Tagen von 9.00 bis 18.00 Uhr mit einem besonderen Programm auf – Honigschleudern inklusive! Los geht’s im Konzertgarten mit dem Bau eines gemeinschaftlichen Bienenhotels für die Bienen im Zoo, eigener Bambus-Bienenhotels und Samenbomben für die hauseigene Bienenwiese zum Mitnehmen. Danach geht es zum Honigschleudern mit anschließender Verkostung. Allerhand Wissenswertes über die Bienen berichten die Tierpfleger und die Imker vor Ort am Bienenstand. Letztere haben auch allerlei Bienenpflanzen, Honig und andere Bienenprodukte mit im Gepäck. Im Entdeckerhaus Arche können Bienenliebhaber zur Einstimmung oder zum Abschluss ganz in die Welt der fleißigen Insekten eintauchen: Der Dokumentarfilm „More than Honey“ von Regisseur Markus Imhoof wird den ganzen Tag über vorgeführt und zeigt eindrücklich die Nützlichkeit der Biene auf. Abgerundet werden die Entdeckertage Bienen im Abenteuer-Sommer täglich um 16.00 Uhr mit einem Stück Bienenstich von Marché Mövenpick. Der Gastronomie-Partner des Zoos spendet den Verkaufserlös für die Anschaffung einer Bienen-Kugel. Der Zoo Leipzig hält seit 1998 regelmäßig Bienenvölker. Derzeit beherbergt er drei Völker mit circa 110.000 Individuen. In Deutschland gilt die Hälfte der über 600 Bienenarten mittlerweile als bedroht. „Eine intensive Monokultur erschwert unter anderem die Futtersuche für die Insekten und letztendlich das Überleben der Bienen. Als Bildungseinrichtung sehen wir es als unsere Aufgabe an, über die Bedeutung von Tierarten für die Ökologie aufzuklären. Die Biene ist dabei nur ein Beispiel dafür, was Artenvielfalt für uns Menschen und unseren Planeten bedeutet“, erläutert Zootierarzt Dr. Andreas Bernhard das Ansinnen der Entdeckertage Bienen. 

Neuer Veranstaltungskalender des Leipziger Zoos

Volles Programm im Zoo Leipzig! Bis Oktober gibt es wieder viele spannende Programme und Veranstaltungen!


Laden Sie sich die Veranstaltungsübersicht einfach runter!


Veranstaltungen Zoo Leipzig
Aktuelle Veranstaltungen bis Oktober 2017
40_Veranstaltungsübersicht Zoo Leipzig.pdf (322.42KB)
Veranstaltungen Zoo Leipzig
Aktuelle Veranstaltungen bis Oktober 2017
40_Veranstaltungsübersicht Zoo Leipzig.pdf (322.42KB)




Auf den Bildern: Tigerweibchen Bella beim Baden. 

(Fotos: Zoo Leipzig)







NACHWUCHS BEI WILHELMA-ERDMÄNNCHEN: 2. TRIO DA!

STUTTGART/WILHELMA. (pm) - Die geburtenschwachen Jahrgänge bei den Erdmännchen der Wilhelma in Stuttgart sind eindeutig vorüber. Das 2015 neu zusammengestellte Zuchtpaar hatte im Zoologisch-Botanischen Garten 2016 schon für ersten Nachwuchs gesorgt. Dieses Jahr gelang inzwischen der zweite Dreierwurf. Anfang Februar und Ende April kamen jeweils zwei Jungen und ein Mädchen zur Welt. Gut zwei Monate, nachdem es – typisch für diese Schleichkatzen – nackt und blind auf die Welt kam, ist auch das zweite Trio jetzt regelmäßig über Tage zu sehen. Damit ist die wuselige Familie der Publikumslieblinge in der Wilhelma auf elf Mitglieder angewachsen.

Die Eltern sind bei allen Sprösslingen dieselben. Denn bei den Erdmännchen pflanzt sich nur das dominante Weibchen mit dem ranghöchsten Männchen fort. Chemische Botenstoffe, die das Zuchtpaar verströmt, verhindern, dass seine Jungtiere in der Sippe geschlechtsreif werden. Solange der selbst kinderlose Nachwuchs in der Familie bleibt, hilft er, seine jüngeren Geschwister aufzuziehen. Alle packen beim Wärmen, Bewachen und bei der Futtersuche mit an. „Junge Erdmännchen haben sehr viele Fressfeinde“, erläutert Wilhelma-Kuratorin Ulrike Rademacher. „Dass alle Verwandten mithelfen, die Jungtiere eines Paares erfolgreich großzuziehen, hilft dem Überleben der Familie als Ganzes.“

Der familiäre Zusammenhalt und das Füreinander-Einstehen kommen einer Lebensversicherung gleicht. Im Wechsel schiebt immer ein Tier Wachdienst. Auf einer Anhöhe, einem Stein oder Ast reckt sich das Wachmännchen senkrecht in die Höhe, um einen möglichst guten Überblick über die 120 Quadratmeter große Anlage zu bewahren und auf mögliche Angreifer aus der Luft zu achten. Gerade dieses Wachestehen, für das die Erdmännchen berühmt sind, will geübt sein. Die ganz Jungen haben noch keinen Sinn dafür. Mit wenigen Wochen folgen sie ihrer Mutter auf den Ausguck, balgen sich um sie herum und drängen an deren Zitzen, um einen Schluck Milch zu erhaschen. Die Generation davor legt mit einem knappen halben Jahr schon mehr Ernst an den Tag und reckt sich mittlerweile testweise neben den Erwachsenen empor. (Fotos: Wilhelma Stuttgart)

Schneeleoparden beziehen den Himalaya - Neue Katze da!

Leipzig/Zoo. (pm) - Ein großer Tag für die Leipziger Schneeleoparden Onegin (14) und Laura (16): Für die beiden Katzen fuhr am Freitag, 7. Juli, der Umzugswagen vor und brachte sie direkt in die Leipziger Hochgebirgslandschaft Himalaya, die am 1. August ihre Pforten für die Besucher öffnet. „Es ist immer wieder ein besonderer Moment, wenn die zukünftigen Bewohner ihr neues Domizil in Besitz nehmen und mit Leben erfüllen“, freut sich Zoodirektor Prof. Junhold über den reibungslosen Einzug der Tiere, die neugierig ihr Schlafgehege erkundeten. Bereits am Dienstagmorgen zog die an diesem Tag eingetroffene und aus dem Zoo Plzeň stammende Schneeleopardenkatze Chandra (geb. am 14.04.2015) ein. Sie soll zukünftig zusammen mit dem derzeit in Quarantäne befindlichen Kater Askar (geb. am 07.05.2016 im Zoo Neukirchen, seit 23.06.2017 in Leipzig) als Paar gehalten werden und für Nachwuchs sorgen. Die letzten Schneeleopardenjungtiere kamen im Jahr 2012 zur Welt. „Natürlich gehen unsere Bestrebungen dahin, die Zucht dieser stark bedrohten Katzen zu forcieren. Der Schneeleopard zählt zu den gefährdetsten Großkatzenarten weltweit, und ein Engagement für deren Schutz ist dringend geboten. Dies lässt sich mit der Schaffung möglichst optimaler Haltungs- und Zuchtbedingungen ebenso bewerkstelligen wie mit der Unterstützung von in-situ Projekten im natürlichen Lebensraum. Hier arbeiten wir zum Beispiel eng mit dem WWF zusammen“, erläutert Junhold die Strategieausrichtung. Bis zur Eröffnung werden die Tiere schrittweise und mit viel Ruhe an die neuen, naturnah gestalteten Außenanlagen gewöhnt. 
 
Die beiden Schneeleoparden (Uncia uncia) Onegin und Laura waren die letzten, die bis zu Beginn dieses Jahres in einer traditionellen Käfighaltung untergebracht waren. Mit Aufnahme der Baumaßnahmen zum Themenbereich Südamerika zogen die Katzen vorübergehend in die Tiger-Taiga ein. Der Abriss unter anderem der alten Tigerfarm war der Auftakt für den finalen Weg zum Zoo der Zukunft mit einer tiergerechten und den Haltungsrichtlinien entsprechenden Unterbringung wertvoller Tierarten. Alte Käfiganlagen sind nun Geschichte im Zoo Leipzig.  
 
Auch die neuen Nachbarn der Schneeleoparden, die Roten Pandas Lilo (10) und Zimai (6) und ein männliches Moschustier, wurden bereits in dieser Woche umgesetzt. Sie werden die Besucher auf ihrem Rundgang durch die Hochgebirgslandschaft Himalaya als erstes begrüßen. (Auf dem Bild ist Chandra nach dem Einzug zu sehen. Foto: Zoo Leipzig)

AKENO und ZIVON heißen die süßen Amurleopardenbabys

Die beiden Söhne der Leopardeneltern Mia und Xembalo sind getauft: Akeno und Zivon lauten die Namen.                                                   (Fotos: Zoo Leipzig)

Leipzig/Zoo. (pm) - Die beiden jüngsten Amurleoparden im Zoo Leipzig sind heute getauft worden: Akeno und Zivon heißen die Söhne der Eltern Mia und Xembalo ab sofort. Zoodirektor Prof. Jörg Junhold wurde beim Taufzeremoniell von Dr. Skadi Jennicke, Kulturbürgermeisterin der Stadt Leipzig und Aufsichtsratsvorsitzende der Zoo Leipzig GmbH, sowie von MDR Riverboat-Moderatorin Kim Fischer unterstützt. Mit den beiden Taufpatinnen hat auch das Team Leopard Leipzig zwei weitere Unterstützer gefunden, die sich für die stark vom Aussterben bedrohten Leoparden engagieren.  

Mehr als 1 700 Vorschläge hatte der Zoo Leipzig beim Namensaufruf erhalten und daraus fünf Namenspaare ausgewählt. An der finalen Abstimmung haben sich mehr als 2 200 Personen beteiligt. Bis zum gestrigen Abend lagen Yerik und Yasuo (Geschenk Gottes & der Friedliche) mit nur einer Stimme vor Akeno und Zivon (Leuchtendes Feld & der Lebendige), bis Mitternacht tauschten sie noch die Plätze. Fünf Stimmen – 524 gegenüber 529 – machten am Ende den Unterschied.  
 
Team Leopard Leipzig 
Für die seltensten Großkatzen der Welt ist der Leipziger Nachwuchs extrem wichtig. Im Freiland leben Schätzungen der Roten Liste zu Folge nur noch etwa 50 Amurleoparden. Auch in menschlicher Obhut sind sie selten vertreten: 216 Exemplare sind weltweit im internationalen Zoo-Informationssystem (ZIMS) erfasst. Gemeinsam mit dem WWF Deutschland hat der Zoo Leipzig im vergangenen Jahr das Team Leopard Leipzig gegründet. Mehr als 400 Unterstützer haben sich inzwischen versammelt, um sich für den Erhalt von Amur- und Schneeleoparden im Zoo sowie im natürlichen Lebensraum zu engagieren. Den Zuchterfolg bei den Amurleoparden und die bevorstehende Eröffnung der Hochgebirgslandschaft Himalaya am 1. August 2017 möchte das Team Leopard Leipzig nutzen, um weitere Mitglieder für den Erhalt der faszinierenden, aber hochbedrohten Raubkatzen zu begeistern. Mehr Informationen auf https://www.wwf.de/spenden-helfen/zoo-kooperationen/team-leopard-leipzig/.



Bild 1: Die Ranger des Virunga-Nationalparks und ihre Spürhunde mit der Wilhelma-Tierpflegerin Thali Bauer, Hundeausbilderin Dr. Marlene Zähner und Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle für Umweltbildung und Artenschutz in der Wilhelma (von links).Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 2: Die Ranger des Virunga-Nationalparks und ihre Spürhunde mit der Hundeausbilderin Dr. Marlene Zähner, Wilhelma-Tierpflegerin Thali Bauer und Stefanie Reska, Leiterin der Stabsstelle für Umweltbildung und Artenschutz in der Wilhelma (von links). Foto: Wilhelma Stuttgart

Interview zu Artenschutz-Projekt

Wilhelma hilft Gorillas in Afrika: 100.000 Euro gesammelt

Die Wilhelma gibt nicht nur seltenen Tierarten im Zoologisch-Botanischen Garten in Stuttgart ein Zuhause, sondern unterstützt auch Artenschutz-Projekte in den Herkunftsländern der bedrohten Arten. Einen Meilenstein hat die Wilhelma jetzt erreicht, indem sie seit 2012 für die Rettung der letzten Berggorillas in Afrika 100.000 Euro an Spendengeldern gesammelt hat. Sie sind in ein Projekt im Virunga-Nationalpark geflossen. Stefanie Reska, die in der Wilhelma die Stabsstelle für Umweltbildung und Artenschutz leitet, kennt die Lage vor Ort aus eigener Anschauung.

Was macht den Virungapark so besonders?

Reska: Der Virunga-Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo ist Afrikas ältester Nationalpark und als Weltnaturerbe anerkannt. Auf der Größe von Belgien bietet er unter anderem Elefanten, Schimpansen, Okapis, aber auch unzähligen anderen Arten vielseitigen Lebensraum. Die Landschaft variiert von Savanne bis zu schneebedeckten 5000 Meter hohen Bergen. Auf den Berghängen im Südosten des Virungaparks leben gut 200 Berggorillas, das entspricht einem Viertel der gesamten Population von derzeit 880. Die Art wurde durch die Arbeit von Dian Fossey bekannt, die sich in den 1970er Jahren vehement für den Schutz der Tiere einsetzte. Nach Fosseys Tod 1985 machte der Spielfilm darüber, „Gorillas im Nebel“, Furore. Zu dem Zeitpunkt war der Gesamtbestand der Berggorillas auf unter 300 Tiere abgesunken. Inzwischen hat der Wert der Berggorillas als Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt zu einem verbesserten Schutz im gesamten Verbreitungsgebiet in Zentralafrika – DR Kongo, Ruanda und Uganda – geführt. Dennoch ist der Virungapark weiter durch Ölfirmen, denen die Schutzgebiete bei der Ausbeutung der Rohstoffe im Weg sind, und Rebellengruppen, die im Park wildern, gefährdet.

Warum brauchen die Einheimischen Unterstützung beim Schutz der Tiere?

Reska: Die Bevölkerung ist extrem arm und kämpft darum, jeden Tag satt zu werden. Meist fehlen den Menschen eine Ausbildung und das Wissen um ökologische Zusammenhänge. Die seit Jahrzehnten anhaltenden politischen Unruhen, die immer wieder in Bürgerkriege gipfelten, haben sie traumatisiert. Die Kongolesen setzen als Parkranger ihr Leben aufs Spiel. Ihre Arbeit ist dort gefährlicher als irgendwo sonst auf der Welt: In den vergangenen zehn Jahren sind 150 Ranger beim Schutz des Parks und seiner Tiere ermordet worden.

Seit wann ist die Wilhelma dort aktiv und was genau fördert sie?

Reska: Zur derselben Zeit, wie die Wilhelma ihr neues Menschenaffenhaus baute, gründete die Schweizer Tierärztin und Hundetrainerin Dr. Marlene Zähner eine Spürhundestaffel im Virungapark. Sie soll Wilderer, die durch das Auslegen von Schlingen im Regenwald dessen Tiere und damit auch die Berggorillas gefährden, dingfest machen. Da wir als Zoologischer Garten auch den Artenschutz im Lebensraum der Tiere zum Ziel haben, haben wir Anfang 2012 begonnen, die Ausbildung der Hunde und Hundeführer mit Spenden, die wir sammeln, zu unterstützen. Schon im ersten Jahr konnte die Hundestaffel dadurch ein zusätzliches Geländefahrzeug anschaffen, um ihre Mobilität im Park zu erweitern. Auch medizinische Behandlungen der Spürhunde und Ausrüstung für die Ranger haben die Spenden der Wilhelma-Besucher finanziert. 2016 wurde der Bau von zusätzlichen Stationen für die sichere Unterbringung und Versorgung der Hunde an verschiedenen Stellen im Park in Angriff genommen, um eine schnellere Reaktion etwa auf Elefantenwilderei im Zentrum des Parks zu ermöglichen. Seit 2017 unterstützen wir zudem die Umweltbildung vor Ort, unter anderem indem wir versuchen, den knapp 60 Kindern des örtlichen Waisenhauses den Schulbesuch zu finanzieren. Ohne Schulbildung ist eine Karriere als Wilderer leider sehr wahrscheinlich.

Sie haben das Projekt besucht. Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Reska: Die Fähigkeit der Hunde, auch nach Wochen noch zielsicher der Spur eines Menschen quer durchs Gelände zu folgen, lässt einen tiefen Eindruck zurück. Auch das Engagement der Hundeführer für ihre Tiere rührt mich. Obwohl Hundehaltung im Kongo kaum Tradition hat und die Menschen nicht mit Hunden als Haustieren aufgewachsen sind, sieht man, wie sehr sie den Tieren, mit denen sie ein Team bilden, inzwischen zugetan sind. Der Einsatz für die Natur des Parks, der oft lebensgefährlich ist, wird als Dienst am eigenen Land wahrgenommen, die Risiken akzeptiert. Auch ein Besuch bei den wildlebenden Berggorillas selbst ist eine Erfahrung, die tief beglückt. Bei meinem letzten Aufenthalt Ende April saßen wir in einer Gruppe mit vier Silberrücken, die völlig unbeeindruckt von unserer Gegenwart ihren Mittagsschlaf hielten, währen die Gorillakinder der Gruppe vor uns Purzelbäume schlugen. Diese mächtigen Menschenaffen so nah und gleichzeitig so unbedrohlich erleben zu können, motiviert umso mehr, deren Schutz vor skrupellosen Wilderern unbedingt zu unterstützen.

Was kann der Wilhelma-Besucher beitragen?

Reska: Touristen können in den Park und zu den Gorillas reisen. Der Besuch lässt sich über die Webseite des Virungaparks organisieren. Man reist dann im Schutz der bewaffneten Wildhüter durch die Region. Die hohen Gebühren kommen direkt dem Nationalpark zugute. Wem dies zu aufwendig ist, der kann, den Berggorillaschutz durch Spenden in die Gorillaspardosen im Affenhaus der Wilhelma unterstützen. Auch veranstalten wir mehrfach im Jahr Fundraising-Aktionen, etwa durch den Verkauf von Losen, der zu 100 Prozent dem Projekt zugutekommt. Wir suchen zudem Schulen in Baden-Württemberg, die den Erlös einer ihrer Benefizveranstaltungen, beispielsweise eines Sommerfestes oder Adventsbasars, stiften und so einem kongolesischen Kind den Schulbesuch ermöglichen. Das ist schon für 100 Euro im Jahr zu realisieren.                                                                                                                                      (Interview: Wilhelma/Stuttgart)

Info

Die Wilhelma unterstützt verschiedene Artenschutzprojekte in den Heimatregionen stark bedrohter Tierarten in der ganzen Welt: zum Beispiel für Gorillas, Bonobos, Orang-Utans, Tiger, Nashörner und Zebras. Auf der Internetseite der Wilhelma finden sich Kurzbeschreibungen unter „Artenschutz vor Ort“: http://www.wilhelma.de/de/natur-und-artenschutz/artenschutz-vor-ort.html.

Zur Person

Diplom-Biologin Stefanie Reska leitet in der Wilhelma die Stabsstelle für Umweltbildung und Artenschutz.


Wertvolles Fohlen bei den Poitou-Eseln geboren

Nachwuchs auf dem Schaubauernhof

HODOR!  Am 7. Juni 2017 erblickte ein Poitou-Esel auf dem Wilhelma-Schaubauernhof das Licht der Welt. Seitdem hält Hodor, wie der kleine Hengst von den Tierpflegern getauft wurde, Stute Brise auf Trab. Das Fohlen ist etwas ganz Besonderes: Es ist der erste männliche Nachfahre von Brise und dem Hengst Nepomuk. Die stark bedrohten Poitiou-Esel stammen ursprünglich aus Frankreich und werden in der Wilhelma seit 1993 gezüchtet. Mit Brise kam 2014 eine Stute aus dem Ursprungsland dieser Eselrasse nach Stuttgart. Hodor wird in etwas mehr als einem Jahr nach Frankreich gehen und dort einen wichtigen Beitrag zur Zucht der Esel darstellen. Denn das Blut von Nepomuk ist für das französische Zuchtbuch von großer Bedeutung und bringt frische Gene in die Linie dieser edlen Tiere.

In der Wilhelma sind mittlerweile 23 Fohlen geboren. Neben Hodor hat der Zoologisch-Botanische Garten zwei Stuten und den Zuchthengst Nepomuk. Poitou-Esel werden auch „Riesenesel“ genannt. Sie sind mit bis zu 450 Kilogramm Körpergewicht die schwersten Esel der Welt und zählen mit einer Schulterhöhe von bis zu 1,50 Metern zu den größten Esel-Arten.

Seit dem 10. Jahrhundert ist diese Eselrasse aus dem Westen Frankreichs bekannt. Sie wurde ausschließlich zur Zucht von Maultieren gebraucht. Aus ihrer Kreuzung mit großen Kaltblutpferden gingen kräftige und widerstandsfähige Maultiere hervor, die in der Landwirtschaft und als Transporttiere beim Militär eingesetzt wurden. Der Bedarf an Maultieren ging mit dem Aufkommen von Maschinen in der Landwirtschaft allerdings drastisch zurück und damit auch der Bestand der Poitou-Esel. Bis auf 44 Tiere war er in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gesunken. Heute gibt es wieder über 500 Tiere, die im Zuchtbuch in Frankreich erfasst sind. Als in ihrem Bestand gesichert kann die Rasse trotzdem noch nicht gelten. Zudem gab es erstklassige „Baudet du Poitou“, wie die Rasse offiziell heißt, bisher fast ausschließlich in Frankreich. Um erstklassig zu sein, sprich zum so genannten „Livre A“ zu gehören, muss ein Poitou-Esel einen einwandfreien Stammbaum haben, der sich bis mindestens zur siebten Generation zurückverfolgen lässt. Hodor ist auch das Ergebnis einer langen und guten Zusammenarbeit mit dem französischen Zuchtverband. Die Wilhelma trägt mit ihm wesentlich zum Erhalt dieser Eselrasse bei. (pm/Florian Pointke / Fotos: Wilhelma Stuttgart)